Segelkameradschaft "Klaus Störtebeker" - eine Idee!
Am Anfang - 1981 - stand ein altersschwaches Schiff, die "Klaus Störtebeker III", bereit, den letzten Gang alles Vergänglichen anzutreten. "Es fehlt nur noch die ausreichende Menge Benzin, um wenigstens ein wärmendes Feuer zu haben!" wie Spötter meinten.
Da rafften sich einige unverbesserliche Segelfreunde und Liebhaber alter Schiffe auf und schafften es tatsächlich, die 1922 bei Schierhorn in Cranz/Elbe gebaute Gaffelketsch "Klaus Störtebeker" ex "Bille III" ex "Das Wappen von Bremen" mit Hilfe der Bootswerft Iken in Wilhelmshaven, zu restaurieren.
Der Name der Segelkameradschaft stand fest, natürlich "Klaus
Störtebeker". Der Verein machte es sich zum Ziel, Traditionsschiffe möglichst
originalgetreu wieder herzurichten und zu erhalten und anschließend am
Wassersport Interessierten, insbesondere Jugendlichen, Gelegenheit zu geben,
unter fachkundiger Leitung Segeln und Seemannschaft zu erlernen, Teamgeist und
Verantwortung und in Gasthäfen freundschaftliche Kontakte zu in- und
ausländischen Wassersportinteressierten zu entwickeln.
Das Fahrtgebiet der Gaffelketsch "Klaus Störtebeker III" ist hauptsächlich die Nordsee - direkt vor der Wilhelmshavener Haustür. Die Jade und die südliche Nordsee sind ein hervorragendes Revier, um unter qualifizierter Anleitung allen Anforderungen gerecht zu werden, die der Wassersport, insbesondere auf Traditionsschiffen, an Schiffsführung und Crew stellen. Aber auch die Ostsee zählt zum Fahrtgebiet der "Klaus Störtebeker III". Insbesondere bietet sie allen Interessenten der jährlichen "Baltic sail" die Möglichkeit, viele Häfen und Hafenfeste im Ostseeraum zu besuchen und dort Kontakte mit den Crews der anderen teilnehmenden Schiffe zu knüpfen.
An Bord der "Klaus Störtebeker III" werden den Crewmitgliedern Seebeine wachsen. Ausbildungstörns in die Nord- und Ostsee vermitteln den zukünftigen Skippern die Erfahrung und Sicherheit in Navigation und seemännischen Arbeiten. Die "Klaus Störtebeker III" ist ein handiges, gut segelndes Schiff. Jeder Törn bedeutet neben einem großen Segelerlebnis auch die aktive Teilnahme am Bordbetrieb.
Alle Schiffe der Segelkameradschaft werden von erfahrenen Skippern geführt. Sie weisen die neuen Crewmitglieder in die Abläufe und Funktionen an Bord ein und unterstützen sie bei der Ausführung. Erfahrungsgemäß erkennen die Crewmitglieder schnell, dass die Bedienung der vielen Tampen und Segel gar nicht so kompliziert ist. Natürlich steht der Segelsport im Vordergrund, aber auch Geselligkeit, Unterhaltung, Erholung und Freude am Wassersport kommen nicht zu kurz. In der gemütlichen Atmosphäre der Schiffe kann man sich wohl fühlen. Für Landgänge ist genügend Zeit eingeplant.
Neben den Segelschiffen besitzt die Segelkameradschaft "Klaus Störtebeker" den Doppelschrauben-Dampftonnenleger "Kapitän Meyer", das Segelschiff "Germania" und das Feuerschiff "Weser". Auf der "Kapitän Meyer" können ebenfalls Törns für Gruppen (ab 20 Personen) nach Absprache und unter der Leitung erfahrener Seeleute unternommen werden. Sie können auch an Bord des Feuerschiffes "Weser" wohnen. Törns in Nord- und Ostsee können auch mit der "Germania" unternommen werden. Der Törnplan entsteht jedes Jahr neu, und die Schiffe erschließen stets neue Ziele.
In Zusammenarbeit mit unseren Kapitänen und verschiedenen Segelschulen bieten wir Ihnen die Möglichkeit, an einer Ausbildung für alle Wassersportführerscheine, für das Sprechfunkzeugnis und an der Unterweisung in Seenot-Signalmitteln durch qualifizierte Fachkräfte teilzunehmen, die Ihnen ein hohes theoretisches und praktisches Ausbildungsniveau gewährleisten. Alle Lehrgänge enden mit der Prüfung vor einer Prüfungskommission.
Teilnehmen kann jeder, der sich in guter gesundheitlicher Verfassung befindet. Ob jung oder alt, ob mit oder ohne Segelerfahrung. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Mitgliedschaft in der Segelkameradschaft "Klaus Störtebeker" Wilhelmshaven e. V. (SKSW). Der Mitgliedsbeitrag für das erste Jahr ist im Reisebetrag enthalten.